Schmunzelecke

Auf dieser Seite finden Sie Geschichten und Begebenheiten rund um Straßenhaus, die von alteingesessenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen getragen wurden.
Sie kennen auch eine Geschichte, die gut hierzu passen würde? Dann melden Sie sich einfach per Mail (ortsgemeinde@straßenhaus.de) bei uns!

Im Frack zum Telefon

1955 gab es in Straßenhaus nur ein einziges Telefon. Wenn für jemanden aus dem Ort ein Anruf kam, wurde dieser zum Telefon gerufen. Das dauerte oft auch etwas länger, weil ein Telefonat etwas so Besonderes war, dass sich einige Leute für dieses Ereignis sogar etwas "Feines" anzogen. Das brachte einige Scherzbolde dazu, einen Anruf vorzutäuschen und man machte sich einen Heidenspaß daraus, wenn der Hereingelegte umsonst in feinem Zwirn zum Telefonapparat lief. (Straßenhaus um 1955)

 

Alte Handwerkskunst

Ein Straßenhausener Schreiner sollte in einer Gastwirtschaft eine Deckenpanele aus Holz austauschen. Um ihn herum versammelten sich immer mehr Gäste, die ihm bei der Arbeit zusahen und so manch kecke Bemerkung losließen.
Das ärgerte den Schreiner und so nahm er das Brett, dass er bereits passend gesägt hatte, hielt es in die Luft und behauptete, es sei viel zu kurz und müsse in die Länge gezogen werden. Das würde man mit alter Handwerkskunst bewerkstelligen, aber dafür benötige er Hilfe.
So stellte er an jeder Seite des Brettes einen der vorlauten Schaulustigen und forderte sie auf, das Brett mit aller Kraft in die Länge zu ziehen. Gleichzeitig schüttete er über die Mitte des Brettes heißes Wasser aus einem Wasserkessel und gab an, dies mache das Brett weich und nachgiebig, sodass man es in die Länge ziehen könne.
Nach größter Kraftanstrengung und mehreren Kesseln heißem Wasser, nahm der Schreiner das Brett und alle staunten, dass das Brett jetzt tatsächlich passte.!

   

Baumveredelung á la Straßenhaus

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit traf man sich bei einem ortsansässigen Schreiner und brachte seinen Weihnachtsbaum mit, um ihn mit Gleichgesinnten zu 'veredeln'.
Dabei wurden krumme Äste enttfernt, an deren Stelle ein Loch mit der Bohrmaschine gebohrt und mit einem geraden Zweig aufgefüllt.
Da während dieser Arbeit auch gerne "Zielwasser" getrunken wurde, ging so manch ein Straßenhäüser mit einem Baum nach Hause, der nur noch "neue" Äste hatte.

   

Äpfel im Sarg

Ein Straßenhausener Schuster wollte für den Fall der Fälle vorsorgen und bestellte schon frühzeitig für sich und seine Frau passende Särge. Diese stellte er in den Keller. Da der Fall der Fälle auf sich warten ließ, überlegte man, wie man die beiden "Kisten" nutzbringend verwenden könne. Und ab dieser Zeit verbreitete sich in Straßenhaus das Gerücht, dass es in des Schusters Keller zwei Särge voll mit Äpfeln stünden (Straßenhaus um 1920)

   

Feiertag in Straßenhaus?

Klein Emmi wurde in der Schule vom Lehrer gefragt: "Was ist der höchtse Feiertag im Jahr?" Darauf Klein Emmi: "Der heilige Jahrmarkt!". (Straßenhaus,um ca. 1940)

   


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