Vogelexkursion des Heimat- und Verschönerungsvereins

Ornithologe Heinz Strunk verwies auf eine hinter der Gruppe im Wald singende Mönchsgrasmücke, zeigte hoch gen Himmel zu einer Feldlerche, erklärte den Sturzflug einer Ringeltaube, wies auf die Bedeutung der Rotmilane hin - mitunter im Volksmund nicht ganz richtig auch als Gabelweihe bezeichnet - und erklärte die wesentlichen Erkennungsmerkmale von Raben- und Saatkrähe.
Während den Gesang der Amsel wohl fast jeder einordnen kann, ist dies bei den Drosseln ganz anders. Wer kennt schon die Lied-Varianten von Singdrossel und Misteldrossel? Beide Arten wetteifern musikalisch in den hiesigen Gefilden fast den ganzen Tag. Der Fachkundler wies darauf hin, dass selbst ausgemachte Experten nur sehr schwer die im Wald herumhuschende Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder den Fitislaubsänger von einem Zilp-Zalp unterscheiden könnten. Viel leichter und eigentlich untrüglich wird es erst dann, wenn sie den Schnabel aufmachten.

Die Liste der gehörten oder erspähten Vögel addierte sich auf weit über 30 Arten. Dazu gehörten auch Gebirgsstelze, Kernbeißer, Heckenbraunelle, Haubenmeise, Tannenmeise und Goldhähnchen. Letzterer ist noch etwas kleiner als der Zaunkönig und nicht für jeden leicht auszumachen. Am liebsten turnt es in den Wipfeln der Nadelbäume herum und das Goldhähnchen-Stimmchen ist mit einer Frequenz versehen, die nicht jedermanns Ohr wahrnehmen kann. "Ein Mensch über sechzig Jahre hat kaum noch eine Chance, diesen leisen, recht melodischen Gesang wahrzunehmen", verriet der Ornithologe. Die Teilnehmer an der gut zweistündigen vogelkundlichen Wanderung resümierten abschließend: Ein beeindruckendes Naturerlebnis der Vogel-vielfalt in Straßenhaus – und das trotz morgendlicher Kälte und einiger Regentropfen.

Text und Foto: Rainer Rutsche


Zurück...